Zu Gast bei Crimson Cow
Datum: 24.07.2004

Zusammen mit Georg Hach von Crimson Cow, hatte ich am 23.07.04 die Gelegenheit eine brandneue Testversion von Dungeon Lords anzuspielen. In ihr waren einige neue Features implementiert. Die Screenshots im Artikel stammen noch aus der E3 Demo, zeigen jedoch den selben Level, den wir gespielt haben, nur mit einem anderen Char.

Spielstart:
Zu Beginn des Spiels können wir uns einen Char auswählen. Dank der brandneuen Testversion haben wir erstmals die Gelegenheit einen der Demigoths zu spielen. Es ist ein großer, haariger Bursche mit kräftiger Statur. Die uns vorgegebenen Erfahrungspunkte verteilen wir seiner Statur angemessen. Einige auf Kampfkünste, einige auf Verteidigung. Aber auch ins Truhenknacken investieren wir, da das sicher nützlich sein könnte. Auch einige der niederen Magiestufen können nicht schaden. Die restlichen Erfahrungspunkte stecken wir in Stärke, Geschick und CO. Nachdem unsere Punkte verteilt sind können wir uns noch eine Spezialfertigkeit aussuchen. Wir nehmen jene, die uns auf jeden Schlag 2 Schadenspunkte addiert.

Erste Begegnungen:
Jetzt kanns losgehen. Wir starten in einem dunklen Wald an einem Lagerfeuer. Aus der Dunkelheit schrillen schon furchterregende Laute. Schnell legen wir uns die erste Ausrüstung an und da kommt auch schon der Trupp Goblins an, den wir eben noch in der Ferne schreien hörten. Im Gegensatz zu unserem stämmigen Demigoth sind sie winzig, doch flink und zahlreich. Während wir den ersten beharken, schleichen sich zwei andere in unseren Rücken und greifen uns von hinten an. Die intelligenten Gegner stellen sich immer wieder auf unsere Taktik ein und passen ihre dementsprechend an. Letztendlich können sie uns jedoch nicht mehr viel entgegensetzen und verlieren den Kampf. Sie haben einiges nach ihrem Ableben fallen lassen. Diese Gegenstände und etwas Gold sammeln wir auf und machen uns auf den Weg in die Stadt.
Da die Stadttore verschlossen sind, müssen wir einen anderen Weg finden. Durch die alten Abwasserkanäle geht’s am besten. Dort unten treffen wir auf einiges Ungeziefer und weitere Goblins. Besonders schön ist dabei die Animation des Charakters, wenn er von dem giftigen Atem kleiner Schleimviecher getroffen wird. Sofort bleibt ihm die Luft weg und er fängt an zu husten. Jetzt sollte man sich erst ein Stück zurückziehen, um wieder frei durchatmen zu können.
Nach unserem Weg durch die Kanäle und einigen Rätseln, die ich hier mal nicht spoilern will, landen wir in einem alten Theater. Hier geht es jetzt richtig rund. Wir stehen oben auf einer Empore und unten tummeln sich schon erste Goblins und Goblinmagier. Mit reiner Haudraufmanier wird es wohl schwer dort zu bestehen. Also greifen wir mal ein bisschen zur Magie. Wir nutzten einen Zauberspruch, der unser Schwert magisch verbessert und zusätzlich noch den TimeWarp Spruch, der die Zeit verlangsamt. Mit einem Beherzten Sprung stürzen wir uns ins Getümmel. Mit schönen Combos halten wir uns die taktierenden Goblins vom Hals. Als erstes gilt es die Magier zu beseitigen, die uns mit Feuerbällen beschießen. Aber dank unseres verbesserten Schwertes sind sie schnell erledigt. Dann mischt sich ein Troll ins Geschehen ein. Seine mächtigen Hiebe werfen uns immer um einige Meter zurück. Hätten wir da unser Schild nicht zur Verteidigung, sähen wir ganz schön alt aus. Der Troll ist im Frontalkampf einfach noch zu stark für uns. Also müssen wir uns wieder eine Taktik einfallen lassen. Er ist auf Grund seiner Größe recht Träge. Also versuchen wir hinter ihn zu laufen und ihn so zu erwischen. Anfangs geht das auch gut, doch dann hat der Troll sich auf unsere Attacken eingestellt und wir müssen umdenken. Da wir ihn aber schon ziemlich fertig gemacht haben, reichen noch ein par gezielte Stöße um den Koloss zu Fall zu bringen.

Eindruck:
Das Spiel macht einen super Eindruck. Es gibt stimmungsvolle Szenen. So gingen wir an einer Stelle einen Gang entlang. Langsam hört man mächtige Schritte näher kommen, die den Boden erzittern lassen. Wir drehen uns um und sehen in der Dunkelheit vier glühende Punkte. Es sind die Augen zweier riesigen Statuen, die zum Leben erwacht sind. Sie sind fast dreimal so groß wie unsere kleine Halbelfe. In solchen Momenten überkommt einen ein schön mulmiges Gefühl. Unterstützt wird das ganze von einer Grafik, deren Licht und Nebeleffekte sich nicht zu verstecken brauchen. Die Objekte in der lebendigen Welt reagieren alle auf Lichtquellen. So schimmert das adrige Gewebe unter der dünnen Haut von Gouls, wenn sie vor einer Lampe her laufen. Dabei werfen sie natürlich auch einen Echtzeitschatten.
Sitzt man einmal davor, ist es nur schwer sich wieder los zu reißen. Immer will man noch ein Stück weiter laufen, noch den nächsten Gegner lahm legen, noch die nächsten par Erfahrungspunkte bekommen, um seine neue Rüstung anziehen zu können. Dabei setzt das Spiel voll auf den Urinstinkt, der Jäger und Sammler. Man jagt die Monster und sammelt deren Items auf, wie man es schon aus Diablo kennt. Doch im Gegensatz zu Diablo kann man seine gewonnenen Erfahrungspunkte direkt verteilen und muss nicht erst auf einen Levelup warten.

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